Antaios-Rundbrief 2/2026
Dienstag, 13. I.
Liebe Leser,
gestern hat die ARD einen Podcast veröffentlicht, in dem es um Armin Mohler und mich geht. Man ist im Gespräch mit dem Journalisten Sebastian Friedrich, und es kommt mir so vor, als würde da jemand gründlich rekapitulieren wollen: Woher kommt das? Wie ist es, wenn jemand gründlich liest und dann weitermacht? Warum Mohler, wie verlaufen die Fäden?
Hier kann man sich den Podcast anhören. Was darin zu kurz kommt: Antaios pflegt das Werk Mohlers seit 25 Jahren. Unten finden Sie, was lieferbar ist. Davon ist der Ziegelstein fast vergriffen.
Mohler? Presente! Götz Kubitschek
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Fast vergriffen ist diese Schwarte. 40 Exemplare liegen noch bereit, einen Nachdruck wird es definitiv nicht geben.
Worum handelt es sich? Armin Mohler war über lange Jahre Sekretär Ernst Jüngers und danach einer seiner wichtigsten und sicherlich der ehrlichste und schonungsloseste Briefpartner.
Ich besprach mit der zweiten Frau Jüngers anderthalb Jahre lang die Edition dieses so wichtigen Briefwechsels. Kurz vor Vertragsabschluß verstarb Lieselotte Jünger, und der Nachlaßverwalter verweigerte die Erlaubnis.
Erik Lehnert paraphrasierte hierauf die Briefe Jüngers und setzte sie als Übergänge zwischen die in vollem Umfang abgedruckten Briefe Mohlers. Also: eine für die Jünger-Gemeinde verblüffende Lösung, eine sehr gut lesbare, und zugleich das Dokument schwieriger Verlegerarbeit in verkniffener Zeit.
Vor nallem aber: ein sehr gewichtiger Inhalt! Wie oben erwähnt: nach 40 Exemplare sind verfügbar, Antaios liefert also, solange der Vorrat reicht.
Lieber Chef - hier bestellen.
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Die nominalistische Wende – 10 €
Ich las diesen Essay Anfang der Neunziger beim Militär, ein Kamerad lieh ihn mir. Ich tat, als verstünde ich, er tat auch so, beide waren wir hinfort "Nominalisten" - aber erklären, was das eigentlich sei, das konnten wir nicht.
Hier ist er also: einer dieser typischen Mohler-Texte, die vor Setzungs- und Streitlust bersten - und einer harten philosophischen und historischen Prüfung nicht ganz standhalten. Aber wen juckt's? Der Universalist tritt gegen den Nominalisten an, kommt ihm mit Allgemeinheiten und versteht nicht, was das Konkrete ist, das Einzelstück, der Griff ins pralle Leben ...
Nun ja, sagte Uwe Jochum, als wir darüber sprachen: Ganz so einfach sei es nicht. Deshalb bat ich ihn um ein Nachwort. Hat er glänzend gemacht!
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Der faschistische Stil – 10 €
Weiß nicht genau: die 3. oder 4. Auflage? Jedenfalls: eines der Kaplaken-Bändchen, die von alleine laufen. Liegt am Titel, am Ruf, den dieser Essay genießt, natürlich an der Aura Mohlers selbst.
Mohler faßt in diesem Schlüsseltext den Faschismus nicht vor allem als historisches Phänomen, sondern als Haltungsentscheidung und als ästhetisches Ereignis. Er wendet an, was als "Physiognomischer Zugriff" zum Kern seiner Wahrnehmungsweise gehört.
Das ist, wie so manches aus der Feder Mohlers, ebenso haarsträubend wie genial. Und wiederum: Es befeuert. Das beschreibt auch Benedikt Kaisesr in seinem Nachwort.
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Notizen aus dem Interregnum – 10 €
Während meiner frühen Zeit als Autor und kurzzeitiger Redakteur bei der Wochenzeitung Junge Freiheit war Mohler dort Kolumnist. Seine Notizen aus dem Interregnum waren legendär, und für uns war es eine große Sache, daß der Großmeister mitmachte.
Aber dann schrieb er über die Vergangenheitsbewältigung und Auschwitz - und Chefredakteur Dieter Stein zog den Stecker. Vielleicht war das strategisch verantwortungsbewußt, vor allem aber war es ein Verlust.
Ich versammelte jedenfalls fast zwanzig Jahre später die Kolumnen in diesem Kaplaken, auch die letzte, die nicht erscheinen konnte, und schrieb ein Nachwort dazu - und zwar klar auf Seiten Mohlers.
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Gegen die Liberalen – 10 €
Vermutlich ist dieser Essay Mohlers derjenige, mit dem er die meisten Kollegen und Leser gegen sich aufbrachte. Er schrieb Gegen die Liberalen in einer Zeit, in der fast alle Konservativen nach drüben über die Mauer spähten und den Kommunismus zum Hauptfeind erklärten.
Nicht so Mohler: Nirgends hat er je wieder so deutlich und angeekelt den Zersetzungsvorgang von Staat und Volk durch den liberalen Geist geschildert - den Vorgang der Kompostierung und der Auflösung aller Dinge in einen einzigen Markt.
War mein erster Mohler-Text, und ich kann sagen: Man liest und weiß, daß man rechts ist - oder eben nicht.
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