Antaios-Rundbrief 10/2026

Mittwoch, 4. III.

Liebe Leser,

wir alle erleben das, was im Iran passiert, was über Grönland und Kanada gesprochen wird, was in Venezuela geschah - vom Sessel aus. Er ist der angemessene Platz für diejenigen, auf deren Einsatz es in dieser geopolitischen Neuordnung nicht ankommt. Deutschland wird nicht mehr ernst genommen und hat alles dafür getan, diese Sessel-Haltung einnehmen zu können...

Dabei haben wir Denker und Begriffe für eine treffende Analyse der Lage, gerade auch der weltweiten. Zuletzt erst hat Dr. Thor v. Waldstein einen starken Vortrag zum Thema "Die Zerstörung des Völkerrechts" gehalten, Sie finden den Mittschnitt hier.

Die ausführliche Fassung erscheint in den kommenden Wochen als Kaplaken - Sie finden es unten neben anderer Literatur zur Lage.

Gruß aus dem Sessel!
Ihr Götz Kubitschek

Waldstein: Die Zerstörung des Völkerrechts - 10 €

War der Schock notwendig? Wohl schon: Der geordnete Umgang der Völker untereinander, vor allem im Kriegsfall, war nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Kriegs der Wunsch aller Beteiligten - zu verheerend waren die Folgen.

Wir müssen historisch so weit nach hinten zurückgreifen, um deutlich zu machen: Das, was nun zerstört worden ist, war etwas Wertvolles, etwas gut Begründetes.

Thor v. Waldstein geht vom Westfälischen Frieden aus und zeigt, wie aus einer klugen völkerrechtlichen Ordnung ein Gebilde wurde, das die Mächtigen an nichts hindert und die Unterlegenen an ein politisches Theater bindet. Macht schlägt Recht - v. Walstein nennt und beschreibt die schrittweise Zerstörung des Völkerrechts vom Ersten Weltkrieg bis in unsere Tage.

Die Zerstörung des Völkerrechts - hier bestellen.

Wie immer ist dieser Kaplaken-Essay Teil einer 3er-Staffel. Neben Waldstein haben "Schattenmacher" und Michael Henkel Essays beigesteuert. Die 34. Staffel hier einsehen und zum Paketpreis bestellen.

Benoist: Carl Schmitts "Land und Meer" – 10 €

Ein Essay aus der Reihe Kaplaken, von dem wir noch rund 60 Exemplare auf Lager haben: Alain de Benoist hat sich die berühmte Studie Land und Meer von Carl Schmitt vorgenommen und dekliniert an ihr grundlegende geopolitische Begriffe durch.

Es geht dabei natürlich um den Unterschied von "Landtretern" und "Seeschäumern", also um den von Kontinental- und Seemacht, und um den Unterschied, den umgrenzten Ort oder den grenzenlosen Weg zum Ausgangspunkt des Handelns zu nehmen.

Carl Schmitts Land und Meer ist ein guter Einstieg ins geopolitische Denken, Benoists Auslegung eine starke Deutung.

Benoists Studie hier bestellen.

Carl Schmitts Originaltext ist ebenfalls erhältlich - hier entlang!

Schmitt: Völkerrechtliche Großraumordnung – 20 €

Kommen wir überhaupt zu den Klassikern: Carl Schmitt steht dabei weit vorn im Regal. Sein Großraumdenken grundiert nicht nur Begriffe wie den "Kampf der Kulturen" und das, was sich als "multipolare Weltordnung" herausschält. Es ist vor allem ein Vorschlag, regionale Großmächte ihren jeweils zugeordeneten Raum ordnen zu lassen - und ein Interventionsverbot raumfremder Mächte zu akzeptieren.

Solche Gedanken lassen sich auf historische Entgleisungen ebenso anwenden wir auf Fragen, die sich im Ukrainekrieg oder mit Blick auf den Iran stellen.

Völkerrechtliche Großraumordnung - hier bestellen.

Fortgeschrittene und breiter Interessierte greifen bitte zusätzlich zu Schmitts Der Nomos der Erde, einer grundlegenden Arbeit zur Frage von Ort, Raum, Gefüge, daraus abgeleitetem Gesetz und Multipolarität. Hier bestellen.

Kisoudis: Mitteleuropa und Multipolarität – 10 €

Und noch ein Kaplaken - eines der geopolitischen. Dimitrios Kisoudis untersucht den Sonderweg Deutschlands, plädiert für ihn und räumt mit der seltsamen Romantik eines einigen Europas auf.

"Europa, dieser Nasenpopel" - Benn dichtete so, Kisoudis ist vornehmer, aber er stellt die richtigen Fragen nach Akteuren und Potenz in Europa, nach dem Sperriegel, den die kleinen Staaten zwischen die natürlichen Verbündeten Rußland und Deutschland gelegt haben und nach möglichen Machtverhältnissen.

Wofür plädiert er? Müssen Sie nachlesen, auch bei guten Filmen verrät man ja das Ende nicht...

Mitteleuropa und Multipolarität - hier bestellen.

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