Antaios-Rundbrief 21/2026

Mittwoch, 27. V.

Liebe Leser,

das öffentliche Deutschland taumelt mit Blick auf die Höhenflüge der AfD von Panik zu Erklärungsnot. Das nicht-öffentliche Deutschland braucht für eine Erklärung nicht viele Worte: Die Zustände machen den Politikwechsel notwendig. Punkt. 

Diese Zustände sind bei den nun sommerlichen Temperaturen in Stadtparks zu besichtigen: okkupiert von Muselmanen, kaum ein Deutscher mehr unterwegs, danach rückt die Stadtreinigung aus. Klingt nach Grillfest, ist aber nur eine jener sichtbaren Spitzen unsichtbarer Eisberge, mit denen es die AfD aufnehmen will.

Wir haben Literatur zur mehr als sichtbaren Überfremdung zusammengestellt, siehe unten. Und eine Wanderung durch den abenteuerlichen Harz ist auch dabei.

Ihr Götz Kubitschek

Liebnitz: Halbmondsüchtig - 20 €

Ich finde diesen Titel poetisch. Sophie Liebnitz hat das Wort aus der Literatur übernommen, der Untertitel führt genauer aus: Es geht um die "Xenomanie in Europa", also um Fremdenverrücktheit und Fernstenliebe.

Halbmondsüchtig: Liebnitz dröselt auf, wie die in Europa (und vor allem uns Deutschen) selbstverständliche Weltoffenheit in eine krasse Selbstinfragestellung kippen konnte. Sie weist Ansätze davon im Mittelalter nach und kommt nach historischen Wegmarken in der Gegenwart an.

In dieser, unserer Gegenwart ist aus der Selbstinfragestellung ein für unser Volk lebensgefährliches Verhaltensmuster geworden: Wir geben uns selbst auf und denken, daß die Fremden wie wir sind. Sind sie nicht - ganz und gar nicht.

Halbmondsüchtig - hier bestellen.

Fritze: Zur Unterwerfung bereit – 22 €

Das neue Buch des Totalitarismus-Experten Lothar Fritze greift ein Argument auf, das Carl Schmitt vor hundert Jahren in der Debatte um die Verteidigung der Demokratie stark machte: Demokratie fußt auf Übereinkunft und relativer Homogenität des Wahlvolks. Je fremder es in sich ist, desto geringer ist die Akzeptanz, überstimmt worden zu sein.

Wird der Souverän neu zusammengesetzt, endet das Selbstbestimmungsrecht des ursprünglichen Volkes. Und Fritze geht weiter: Er analysiert nicht nur diese Gefahr, sondern fragt nach den Eliten, die "zur Unterwerfung bereit" sind und genau diesen großen Austausch betreiben.

Zur Unterwerfung bereit - hier bestellen.

Kopetzky: Die Harzreise - 23 €

Kopetzky lesen wir, weil er mit den grandiosen Romanen Propaganda und Monschau klug komponierte und hintergründige Bücher vorlegte. Vertrauensvorschuß also!

Aber mit seiner Harzreise braucht er etwas von diesem Vorschuß auf. Kopetzky stiefelt auf den Spuren von Heine von Göttingen aus los bis ins Rübeland auf der Ostseite und überwindet dabei natürlich auch den Brocken. Unterwegs macht er feine Beobachtungen und siniert über den Niedergang einer Mittelgebirgsregion. So weit, so gut.

Natürlich trifft er im blauen Sachsen-Anhalt auch auf Wähler, und diese Passagen sind aufschlußreich nur über Kopetzky selbst, nicht über das, was hierzulande gerade passiert.

Wem sei Die Harzreise empfohlen? Denen, die dort wandern und wanderten - und allen, die den Westblick auf den Osten mit der Zuversicht genießen wollen: Die kapierens auch noch ...

Den neuen Kopetzky - hier bestellen.

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