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Der Philosoph Martin Heidegger ist "umstritten". Ich mag diese Vokabel sehr: Sie soll denunzieren, ist aber der Beleg dafür, daß man an jemandem einfach nicht vorbeikommt.
Natürlich lesen auch die Gegner Heideggers fasziniert Heidegger. Und natürlich wissen die Besserwisser oft nicht viel mehr, als daß Heidegger 1933 eine "berüchtigte" Rektoratsrede hielt und in seinen "Schwarzen Heften" Schäbiges festhielt.
Vielleicht muß ein Däne antreten und die Geschichte eines dänischen Hörers Heideggers erzählen - von außen also das engmaschige Netz aus Schülern, Kollegen, Mitarbeitern, Parteileuten, Themen, Vorsätzen und Abwendungen aufdröseln.
Fast kein Nazi?, das ist schön doppeldeutig: Fast nichts an Heidegger war so?, oder: nicht viel hat gefehlt, und er wäre keiner? Übersetzt aus dem Dänischen hat das Buch übrigens Jörg Seidel - selber fanatischer Heideggerleser. Mich selbst hat vor allem das Spätwerk stark inspiriert. Also: hier bestellen!
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