Antaios-Rundbrief 7/2024

Montag, 4. III.

Liebe Leser,

es erscheinen Monat für Monat neue Bücher. Manche davon sind eine wahre Freude, gut sind alle, die wir empfehlen.

Die wahre Freude diesmal: Als der siebenbürgische Schriftsteller Hans Bergel noch lebte, sprach und korrespondierte ich mit ihm über seinen Erstling: die Widerstandsnovelle Fürst und Lautenschläger, für die er in Rumänien zuerst einen Preis und später Lagerhaft bekam. Er gab sie zum Nachdruck nicht frei - sie sei künstlerisch nicht reif.

Nun ist sie da! Und da sind ein weiterer Iljin und zwei feine Arbeiten über die Rolle der Freikorps.

Greifen Sie zu!

Götz Kubitschek

Bergel: Fürst und Lautenschläger – 15 €

Hans Bergels Novelle vom freiheits­liebenden Sänger, der dem despotischen Fürsten die Stirn bietet, ist legendär. Fürst und Lautenschläger erschien erstmals 1957. Schon in diesem Frühwerk zeigt sich, wofür der Autor später ­bekannt werden sollte: vortreffliche ­Erzählkunst in Kombination mit wort­gewaltiger Sprache.

Bergel entwirft auf wenigen Seiten ein Panorama Siebenbürgens im 17. Jahrhundert. Die Machtverhältnisse erscheinen unumstößlich. Doch ist es die Kunst, die sich zu behaupten weiß.

Entstanden um 1950, ist die Novelle voller Anspielungen auf die gesellschaftspolitischen Zustände in einem repressiven diktatorischen Staat. Auch wir dürfen und sollen sie in diesem Sinne neu lesen!

Fürst und Lautenschläger, Broschur, 134 Seiten – hier bestellen.

Ebenfalls von Bergel und sehr zu empfehlen: die große Familiensaga Wenn die Adler kommen und Die Wiederkehr der Wölfe. Ich habe beide Bände verschlungen und möchte von den "Wölfen" sagen: Das ist der Roman, der die geistige Haltung der Konservativen Revolution künstlerisch gültig umsetzt.

Iljin: Vom geistigen Sinn des Krieges – 12,50 €

In den letzten Jahren fiel, im Zusammenhang mit den politischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen, immer wieder der Name des russischen Philosophen Iwan Iljin. Er gilt als geistige Autorität auch für Putin und war ein christlich-orthodoxer Philosoph, dessen ganzes Schaffen der Liebe zu seinem Vaterland, den Menschen und Gott gewidmet war.

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges veranlaßte Iljin zu Vorträgen über "Das grundlegende moralische Dilemma des Krieges" und "Über die spirituelle Grundlage des Krieges". Er wandte sich an die Intelligenz seines Landes, um ihr die sittliche Bedeutung geistiger Verteidigung gegen das überall auftretende kämpferische Böse vor Augen zu halten.

Beide Vorträge sind im angezeigten Band abgedruckt. Den Anhang bildet ein Essay von Juri T. Lissiza, dem Herausgeber und Kommentator der 30-bändigen russischen Gesamtausgabe Iwan Iljins. Lissiza bietet einen Überblick des Gesamtkomplexes der Iljinschen Betrachtungen zu Gewalt und Krieg und unternimmt den Versuch einer Einordnung seines Denkens in die postmodernen Realitäten.

Vom geistigen Sinn des Krieges, Broschur, 112 Seiten – hier bestellen.

(In der 118. Sezession, Thema "Rußland" findet sich eine Deutung des Werks Iljins aus der Feder Caroline Sommerfelds - hier bestellen.)

Hoffmann: Freikorps im Spiel der Politik – 49,80 €

Zur Geschichte der deutschen Freikorps 1918–1920.

Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg waren die Freikorps ein überlebenswichtiges Werkzeug des schwachen, von innen wie außen existentiell bedrohten deutschen Staates. Nur widerwillig angefaßt, sollte dieses Werkzeug nach Erledigung der anstehenden Aufgaben schnell wieder verschwinden.

Die Soldaten dieser in erster Linie zur Bekämpfung von bewaffneten Aufständen gedachten Verbände polarisierten bereits durch ihre Existenz; ihre öffentliche Wahrnehmung war negativ vorgeprägt, bevor sie überhaupt zum Einsatz gelangten.

René Hoffmann eröffnet übersehene Blickachsen auf Geschehen und Akteure und gibt mit Hilfe bislang vernachlässigter Quellen Antworten auf Fragen zu Selbstverständnis und Wahrnehmung der Freikorps-Soldaten vor den politisch und psychologisch wirkmächtigen Hintergründen und Vorgängen ihrer Zeit.

Freikorps im Spiel der Politik, gebunden, 614 Seiten – hier bestellen.

René Hoffmann: Die Marinebrigade von Loewenfeld – 49,80 €

Freikorpsgeschichte und Deutungsvormacht

Die Marinebrigade von Loewenfeld spielte als eines der wichtigsten deutschen Freikorps eine herausragende Rolle in der Zeit des politischen Umbruchs 1918–1920. Mit der eingehenden Erforschung ihrer Geschichte schließt sich eine Lücke der Freikorps- und Marine- wie auch der Bürgerkriegsgeschichte dieser Zeit.

René Hoffmann geht auch der Frage nach, wie sich die negative Bewertung der Rolle der Freikorps durchsetzen konnte. Welche Bedeutung fiel dabei der Marinebrigade von Loewenfeld zu, und welche Rolle spielte eine Stadt im Ruhrgebiet?

René Hoffmann studierte nach dem Wehrdienst Geschichte, Wirtschaftsgeographie und Anglistik in Köln, Wuppertal und Essen. Er unterrichtete an staatlichen Schulen in Deutschland und den Vereinigten Staaten und ist Militärhistoriker.

Die Marinebrigade von Loewenfeld, gebunden, 486 Seiten – hier bestellen.

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